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am 03.12.2018

„Wir sind dabei“ versprechen hunderte von Helfern im Oberstdorf-Team

Helferfest 2018

Großes Fest mit über 600 Ehrenamtlichen im Eissportzentrum

„Wir sind dabei“ bekundeten die vielen Ehrenamtlichen, die sich zum traditionellen Helferfest des Oberstdorf-Teams getroffen hatten. Großer Andrang herrschte im Eissportzentrum, wo die freiwilligen Helfer den Mitarbeitern der Skisport- und Veranstaltungs GmbH (SVG) und des Skiclubs Oberstdorf zunächst einmal eine komplette Überraschung bereiteten. Statt der erwarteten 500 Leute waren über 650 gekommen, die sich bei der Einkleidung mit den neuen Helferjacken ausrüsten lassen und anschließend einen gemütlichen Abend zusammen verbringen wollten.

Neben der Kleidung der Firma Schöffel und Handschuhe der Firma Seiz gab es eine Reihe von Geschenken als Dankeschön für großartige Unterstützung in den vergangenen zwölf Monaten. Für den Einsatz bedankte sich der Geschäftsführer der SVG, Florian Stern. Gemeinsam mit Robert Büchel, dem zweiten Geschäftsführer für die Nordische Ski-WM Oberstdorf/Allgäu 2021 GmbH, präsentierte er das neue WM- Logo sowie die Erscheinungsbilder für die Bereiche Langlauf und Skisprung und wies auf die zahlreichen Aufgaben in der kommenden Saison hin. Vor allem in Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2021 seien in allen Ressorts weitere freiwillige Helfer herzlich willkommen, warb er um neue engagierte Kräfte im „Oberstdorf-Team“.

Bevor sich die gesamte Mannschaft jedoch aufmacht zum Einsatz in den neuen Weltcupwinter, stand der gemütliche Teil mit reichlich Essen und Trinken, einem Wettbewerb im Standlschießen und originellen Schnappschüssen mit der Fotobox auf dem Programm. Das imposante Gruppenbild vor dem Transparent, auf dem alle unterschrieben hatten, machte deutlich: Das Oberstdorf-Team ist bereit für den kommenden Winter und für die Nordische Ski-WM 2021.

am 03.12.2018

Katharina Althaus gewinnt Lillehammer-Triple

Katharina Althaus

Skispringerin Katharina Althaus vom SC Oberstdorf hat das Lillehammer-Triple gewonnen.

Die 22-Jährige vom SC Oberstdorf sprang mit 139,5 Metern die Tagesbestweite und verbesserte sich damit vom vierten auf den ersten Platz.
Zweite wurde Ramona Straub. Die 22-Jährige vom SC Oberstdorf siegte im Abschlusswettbewerb der Dreier-Serie und katapultierte sich mit einem überragenden Sprung auf die Tagesbestweite von 139,5 Meter im zweiten Durchgang von Rang vier der Gesamtwertung noch an die Spitze. Ramona Straub als Zweite rundete ein sehr starkes Auftaktwochenende des DSV Teams ab. Carina Vogt (7.) und Julian Seyfarth (8.) sprangen ebenfalls noch in die Top-Ten. "Titel verteidigt und super happy über das Teamergebnis", schrieb Althaus bei Instagram.

Althaus, die bereits die Premiere des Lillehammer-Triple im vergangenen Jahr gewonnen hatte, belohnte sich für ihre konstanten Leistungen auf sehr hohem Niveau zum Saisonstart. Am ersten Wettkampftag hatte sie beim Überraschungssieg von Teamkollegin Juliane Seyfarth Rang vier belegt, diese Platzierung wiederholte sie tags darauf. In der Gesamtwertung profitierte Althaus zudem davon, dass Olympiasiegerin Maren Lundby aus Norwegen, die als Führende in das Finale gestartet war, keinen guten Tag erwischte und nur 22. wurde.

Text: dpa

am 26.11.2018

Erfolgreicher Weltcupstart für Oberstdorfer Athleten

Johannes Rydzek mit seinen mittlerweile sechs Goldmedaillen

Oberstdorfer Weltcup-Starter zeigen bereits bei den ersten Weltcup-Veranstaltungen ihre starke Form und fahren bereits erste Erfolge und Podestplatzierungen ein

Mario Seidl hat beim Weltcup-Auftakt der Nordischen Kombinierer den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Der 25-jährige Salzburger lag beim Einzel-Wettkampf im finnischen Ruka/Kuusamo bereits nach dem Springen in Führung und rettete seinen Vorsprung auch im 10-Kilometer-Langlauf-Rennen knapp ins Ziel. Platz zwei ging an den Norweger Jarl Magnus Riiber, der um 16,5 Sekunden den zweiten Sieg seiner Karriere verpasste. Auf Rang drei kam Johannes Rydzek. Der Weltmeister und Olympiasieger ging nach einem mäßigen Sprung mit fast zwei Minuten Rückstand auf Seidl als Achter ins Rennen. Mit einem taktisch klugen Rennen lief er aber noch auf das Podest. So hatte Rydzek bereits nach 2,5 Kilometern Anschluss an eine siebenköpfige Verfolgergruppe gefunden. In dieser hielt sich Rydzek bis zum letzten Anstieg auf, dann zog er an und sicherte sich mit 15 Sekunden Vorsprung auf die Konkurrenz den dritten Rang. Im Ziel hatte er noch 1:08 Minuten Rückstand auf Seidl und 52 Sekunden auf Riiber. Dennoch befand Rydzek: "Das war ein Superstart in die neue Saison. Bei den schwierigen Bedingungen in Kuusamo heißt es, bei sich zu bleiben, das ist mir gelungen", sagte Doppel-Olympiasieger Rydzek. Manuel Faißt als Fünfter und Vinzenz Geiger als Achter sorgten für weitere starke Einzelergebnisse.

DSV-Quartett demontiert die Konkurrenz

Das Olympiasieger-Quartett um Johannes Rydzek, Vinzenz Geiger, Fabian Riessle und Eric Frenzel gewann beim Auftakt in Kuusamo nach einer tollen Aufholjagd den einzigen Staffel-Wettbewerb der Weltcup-Saison - allerdings auch dank gnädiger Mithilfe der schärfsten Kontrahenten Norwegen und Österreich. Bei der Materialkontrolle erwischte es Lukas Greiderer aus den Reihen der ursprünglich zweitplatzierten Österreicher und Jarl Magnus Riiber, den besten Springer der drittplatzierten Norweger. Ihre Resultate wurden gestrichen, da beide einen nicht regelkonformen Anzug benutzten. 1:05 Minuten auf die nach dem Springen führenden Japaner musste das deutsche Quartett in der Loipe wettmachen, bereits Fabian Rießle als zweiter Starter übernahm die Führung - nach 20 km hatte Schlussläufer Vinzenz Geiger schließlich 1:04,8 Minuten Vorsprung auf das Team Nippon.

Karl Geiger knapp am Podest vorbei

Bis es in Kuusamo beim Weltcup Skispringen über den Bakken der Rukatunturi-Schanze gehen konnte, wurde den Springern, Betreuern und auch den Fans an der fast schon traditionell windanfälligen Schanze viel Geduld abverlangt. Bereits die Qualifikation musste verschoben und dann komplett abgesagt werden. Severin Freund konnte tatsächlich nach 690 Tagen sein Comeback im Weltcup feiern. Mit 128,5 Metern war der Niederbayer zwar einige Meter hinter der Spitze. Doch der Olympiasieger und Ex-Weltmeister deutete bei seinem Sprung nach knapp zwei Jahren Wettkampfpause aber an, dass der Weg zurück in die Weltspitze durchaus machbar ist. Als 29. sammelte er in seinem Comeback Wettkampf gleich wieder Weltcuppunkte.

Bester Springer des Deutschen Skiverbands (DSV) war der Oberstdorfer Karl Geiger. Zwar landete er "nur" bei 135 Metern. Mit Wind-Bonus und starken Haltungsnoten reihte er sich trotz überstandener Knieverletzung nur 0,1 Punkte hinter Prevc auf einem starken fünften Platz ein. Der Japaner Ryoyu Kobayashi gewann mit einem 138,5-Meter-Satz vor den Polen Kamil Stoch (140,5 Meter) und Piotr Zyla (136 Meter). Nur 1,5 Punkte fehlten Karl Geiger auf den ersehnten Podestplatz. Olympiasieger Andreas Wellinger schob sich mit einem 132,5-Meter-Sprung noch auf Platz neun in die Top Ten. Markus Eisenbichler (129,5 Meter), Stephan Leyhe (125,5 Meter) und Richard Freitag landeten auf den Plätzen 15, 16 und 21.

Beim zweiten Einzelwettkampf konnte Karl Geiger mit 267,40 Punkten den achten Platz belegen. Den ersten Platz belegte wie am Tag zuvor der Japaner Ryoyu Kobayashi. Das DSV-Team zeigte eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung. Zweiter wurde der deutsche Olympiasieger Andreas Wellinger, Stephan Leyhe erreichte den sechsten Platz, Richard Freitag landete auf Platz 14 und auch David Siegel (22.), Markus Eisenbichler (25)sammelten Weltcuppunkte für die Gesamtwertung.

Christina Geiger aus Oberstdorf im ersten Durchgang ausgeschieden

In Killington, USA, fand der zweite Slalom-Bewerb der Frauen des Ski Alpin Weltcups statt. Nach Platz 17 beim Auftakt der alpinen Skisaison in Levi (FIN) stand für Christina Geiger aus Oberstdorf die nächste Chance auf eine Qualifikation für die WM im schwedischen Åre an. Die Allgäuerin schied allerdings bereits im ersten Durchgang aus. Beste Deutsche wurde Lena Dürr aus München. Sie belegte mit einer Zeit von 1:47,31 den zehnten Platz. Erste wurde zum dritten Mal in Folge die Amerikanerin Mikaela Shiffrin.

Laura Gimmler startet mit Top-Ergebnis in den Winter

Beim Weltcup-Auftakt im finnischen Kuusamo schaffte die Oberstdorferin Laura Gimmler als 18. das beste deutsche Ergebnis im Klassik-Sprint. Gimmler vom SC Oberstdorf lieferte einen beherzten Auftritt, den auch der neue Bundestrainer Peter Schlickenrieder würdigte. «Laura hat wirklich
ein gutes Rennen gemacht, das ist ihre beste Weltcup-Platzierung. Da müssen wir absolut zufrieden sein. Sie ist das genau richtig angegangen. Man sieht an dem Beispiel, dass da was kommt und was geht», sagte der Coach. Die weitere Qualifizierte Sandra Ringwald schied wie Gimmler im Viertelfinale aus und erreichte den 29. Platz. Auch am zweiten Wettkampftag über 10km im klassischen Stil sammelte Laura Gimmler nach ihrem starken Sprint diesmal als 29. erneut zwei Weltcup-Punkte.

Text: SVZ.de; Sportschau; AZ; Sport.de; xc-Ski

am 26.11.2018

Beim Tretkommando begann die Karriere im Ehrenamt

DSV- Ehrenbrief für Hans Schmid

Hans Schmid wird für seine Verdienste um den Skisport mit dem DSV- Ehrenbrief ausgezeichnet

Angefangen hatte alles während der Skiflug-Weltmeisterschaften 1973 bei den harten Jungs vom Tretkommando. Bei den Freiwilligen, die im Schanzenauslauf einen echten Knochenjob machen, war Hans Schmid willkommen. Für den damals 16-jähigen Skispringer war es eine Selbstverständlichkeit, bei diesem besonderen Großereignis im Heimatort zu helfen. 45 Jahre ist dieser erste ehrenamtliche Einsatz her, unzählig viele andere auf Vereinsebene im ASV, BSV und deutschlandweit folgten. Für seine Verdienste um den Nordischen Skisport wurde Schmid jetzt vom Deutschen Skiverband mit dem Ehrenbrief ausgezeichnet.

Schmid hat eine Riesenliste an Ehrenämtern abgearbeitet: Er ist seit Jahrzehnten Ressortleiter Sport bei Großveranstaltungen, war FIS Delegierter der Internationalen Skiflugvereinigung KOP und Rennleiter bei Tournee und Skiflug-WM. Zwölf Jahre als Generalssekretär der Vierschanzentournee zählen ebenso zu seinem Engagement wie der Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Oberstdorfer Skivereine. Heute ist der 60-Jährige zuständig im DSV als Wettkampfbeauftragter für den Nachwuchs, kümmert sich dort um Wettbewerbsformate, um Festlegungen der Streckenlängen und Schanzengrößen.

Vor dem Ehrenamt stand jedoch zunächst die eigene aktive Laufbahn. Hans wechselte mit elf Jahren vom Alpin-Skifahren ins Springerlager, war von 1975 bis 1979 mit den Kollegen Alfred Grosche, Peter Leitner, Sepp Schwinghammer und Rudi Tusch im Nationalteam. Für die Teilnahme an Olympischen Spielen hat es leider nicht gereicht, wobei die Nichtnominierung für Innsbruck 1976 für ihn besonders enttäuschend war. Vier Jahre später verfolgte Hans Schmid die Spiele in Lake Placid verletzt vor dem heimischen Fernseher. Danach war Schluss mit der Sportkarriere. Die Familiengründung stand an und großes Geld war mit dem Skispringen damals noch nicht zu verdienen. Hans Schmid arbeitete wieder in seinem Beruf als Spengler und später bei der Hörnerbahn und der Allgäuer Latschenkiefer Brennerei. „Ein paar Jahre Abstand waren ganz gesund“, erzählt er. Erst nach 1987 sei er wieder so richtig eingestiegen. Die Nordische Ski-WM im gleichen Jahr erlebte er noch als Beobachter. Ganz anders dann 2005. Damals war Schmid bereits Geschäftsleiter des Skiclubs Oberstdorf und nach der Gründung der Skisport- und Veranstaltungs GmbH 2006 deren stellvertretender Geschäftsführer. „Das so oft zitierte Wintermärchen 2005 habe ich hautnah miterlebt, die schmerzlichen Niederlagen bei den drei vergeblichen Bewerbungen zuvor ebenso wie den Jubel in Melbourne über die Zusage“, erinnert er sich.
Noch heute blickt er zufrieden auf das, was damals im Vorfeld der WM alles entstanden ist. Dabei gewesen zu sein und Dinge geschafft zu haben, von denen der Ort und der Sport heute noch profitieren, das erfüllt ihn mit Stolz. „Auch wenn das damals zwei Jahre lang bedeutet hat, nur noch zum Schlafen daheim zu sein“, meint er schmunzelnd.

Und wie schaut für den Experten der Vergleich aus mit der WM 2021? Die Medienpräsenz durch den Einstieg von RTL, der Hype um die deutschen Springer wie Schmitt und Hannawald, das alles hatte schon Anfang der 2000er begonnen, so Schmid. Die neuerliche Bewerbung sei unbedingt nötig gewesen, denn nur mit der großen Unterstützung von Land und Bund könne man sportlich und organisatorisch auf Vordermann bleiben. „Da kann man so viele Weltcups ausrichten wie man will, das kann man selbst nicht erwirtschaften“, versichert er. Schmid ist überzeugt davon, dass das Wintermärchen von 2005 von der Weltmeisterschaft 2021 noch getoppt wird, was Sicherheit, Organisation, Atmosphäre und Fernsehbilder angeht. „Die Dimensionen verschieben sich so schnell. Allein, wenn man bedenkt, was sich innerhalb von drei bis vier Jahren alles in der Weiterentwicklung der Tournee tut“, blickt Schmid gespannt auf das Großereignis in zwei Jahren. Er freut sich drauf, dieses Event will er nochmal ganz vorn dran mitgestalten. „Ziele setzen und gemeinsam in einem tollen Team umsetzen, das macht einfach Spaß“, sagt er.

Nach der WM ist Schmid dann fast im Rentenalter. Wie es weitergeht, weiß er heute noch nicht. Auf seine Kenntnis und die vielen Kontakte zu Funktionären und Sportlen in aller Welt zu verzichten, dürfte schwierig werden. „Wen man mich noch irgendwie brauchen kann, werde ich sicher nicht nein sagen“, beteuert er. Im Tretkommando wird er dann allerdings wohl nicht mehr antreten…

Text: Allgäuer Anzeigeblatt,

am 01.10.2018

FIS Herbst-Meeting in Zürich

FIS Herbst-Meeting Zürich

Einen wahren Sitzungsmarathon haben die Vertreter der Skisport- und Veranstaltungs GmbH/SC Oberstdorf beim traditionellen Herbst-Meeting der FIS hinter sich gebracht. Das Herbstmeeting ist alljährlich der Startschuss für die kommende Rennsaison für alle Weltcup-Organisatoren der einzelnen Disziplinen.

Einen wahren Sitzungsmarathon haben die Vertreter der Skisport- und Veranstaltungs GmbH/SC Oberstdorf beim traditionellen Herbst-Meeting der FIS hinter sich gebracht. Das Herbstmeeting ist alljährlich der Startschuss für die kommende Rennsaison für alle Weltcup-Organisatoren der einzelnen Disziplinen. Ein straffes Programm wartet dabei auf die Teilnehmer bestehend aus Sitzungen, Workshops und Präsentationen der verschiedenen Komitees, bei denen noch einmal die letzten Reglement-Feinheiten für die Saison ausgearbeitet und besprochen worden.

Beim Workshop der Organisatoren der FIS-Nordischen Skiweltmeisterschaften 2019-2021 verfolgte die Delegation aus Oberstdorf aufmerksam den Präsentationen der Austragungsorte Seefeld, Are und Park City. Unter dem Schlagwort "Wissenstransfer" referierten die Vertreter der Austragungsorte 2019 über folgende Themen: Wie kann eine kleine Gemeinde ein Großsportereignis wie eine Ski-WM bewältigen (Are), Vor- und Nachteile der Austragung einer Ski-WM mit mehreren Veranstaltungsorten (Park City) und Nachhaltigkeit durch neue WM-Einrichtungen für eine Gemeinde (Seefeld). Bürgermeister Frieser informierte hier über die zukünftige Nutzung der neu- bzw. modernisierten WM-Baumaßnahmen. Bei der abschließenden Podiumsdiskussion wurden die Vertreter der Austragungsorte 2019 bis 2021 zu verschiedenen Themen ihrer Erwartungen im Bereich Managment und Marketing befragt. Für Oberstdorf 2021 stand dem Auditorium Robert Büchel als kompetenter Gesprächspartner zur Verfügung.

Auch bei den Komittee-Sitzungen im Langlauf, Sprunglauf und der Nordischen Kombination gab es interessantes zu erfahren. Neben der Vorstellung der Langzeitplanung des Weltcup-Kalenders der Disziplinen, bei der es zahlreiche Änderungswünsche und Diskussionen unter den verschiedenen Nationen-Vertretern gab, wurden auch neue Konzepte vorgestellt. Erfreut zeigten sich Florian Stern (Geschäftsführer SVG) und Dr. Peter Kruijer (Präsident SC Oberstdorf), dass Oberstdorf bereits 2021/2022 sowie 2022/2023 im Weltcup-Kalender als Etappenort der Tour de Ski im Langzeitkalender vertreten ist. Wieder besonders gelobt wurden die Vertreter aus Oberstdorf im Komitee der Nordischen Kombination für die Ausrichtung der Sommer-Wettkämpfe. Renndirektor Lasse Ottesen schwärmte von der großartigen Atmosphäre des vergangenen FIS Sommer Grand-Prix und der tollen Abwicklung des FIS Youth Grand-Prix.

Beim abschließenden LOC-Organizer Seminar nahmen mehr als 40 Teilnehmer von 21 verschiedenen Weltcup-Veranstaltern teil. Neben den notwendigen Regel-Updates ging es um den Wissens- und Erfahrungsaustausch rund um die Themen Beschneiung und Snow-Farming, die Vereinfachung und Vereinheitlichung eines Akkreditierungssystems für 2019/20 und um Best Practice-Beispiele der Organisatoren sowie Zieldefinitionen für den kommenden Winter. Alle diskutierten Projekte werden weiterverfolgt und die Diskussion über Snowfarming soll zu einem Handbuch mit Best Practice-Beispielen, Erfahrungen und Ratschlägen führen, wie man kostengünstig und ohne große Verluste wirtschaftlich Schnee produzieren, übersommern und nutzen kann.

Text: FIS/Skisport- und Veranstaltungs GmbH

am 24.09.2018

Karl Geiger feiert Doppelsieg in Rasnov

Karl Geiger

Karl Geiger aus Deutschland hat die Premiere des FIS Grand-Prix in Rasnov (ROU) gewonnen. Der 25-jährige vom SC-Oberstdorf lieferte auf der HS 97 Schanze von Rasnov einen überragenden Wettkampf ab und setzte sich verdient vor Piotr Zyla aus Polen und dem Russen Evgeniy Klimov durch.

Karl Geiger vom SC Oberstdorf feiert seinen ersten Sieg im Sommer-Grand-Prix. Der Oberstdorfer setzt sich im rumänischen Rasnov gegen Piotr Zyla und Evgeniy Klimov durch. Polens Kamil Stoch landet nur im Mittelfeld. Mit zwei starken Sprüngen auf 98 und 99 Meter sicherte sich Karl Geiger seinen ersten Sieg in der höchsten Wettkampfklasse des internationalen Skispringens. Der 25-Jährige aus Oberstdorfer erzielte in einem spannenden Wettbewerb insgesamt 269,9 Punkte und setzte sich damit deutlich gegen den Polen Piotr Zyla durch, der auf 95,5 und 97 Meter (261 P.) kam. Der Gesamtführende der Sommer-Grand-Prix Wertung Evgeniy Klimov aus Russland wurde mit 95,5 und 98 Metern (256,8 P.) Dritter. "Zum ersten Mal ganz oben auf dem Podest zu stehen fühlt sich einfach nur genial an, das war heute ein richtig guter Wettkampf für mich“, freute sich der Tagessieger.

Auch am zweiten Tag war der Oberstdorfer nicht zu schlagen und bestätigte seine starke Frühform eindrucksvoll. Vor rund 3.000 Zuschauern änderte sich die Reihenfolge der Top-3 im Finaldurchgang nicht. Mit Sprüngen auf 99,5 und 100,5 Meter erzielte der Oberstdorfer insgesamt 269,4 Punkte und setzte sich damit gegen den Grand-Prix-Gesamtführenden Evgeniy Klimov aus Russland (98 und 101,5 m; 265 P.) durch. Den dritten Platz belegte der Pole Dawid Kubacki mit 98 und 98,5 Metern sowie 261,1 Punkten.

Aus der nur vierköpfigen deutschen Mannschaften sammelten der Willinger Stephan Leyhe als Neunter sowie Pius Paschke als Neunter und 16. sowie Andreas Wank als 21. weitere Grand-Prix-Punkte.

Text: skijumping.com
Foto: Berkutschi

am 25.08.2018

Akito Watabe holt sich erstmals Sieg in Oberstdorf

Akito Watabe

Japaner verteidigt Platz 1 im Laufwettbewerb gegen Eric Frenzel und Ilkka Herola

Ein wirkliches Oberstdorfer Biergartenwetter war es nicht, das die rund 2500 Zuschauer in die Audi-Arena und an die Strecke im Ort gelockt hatte. Sie alle wollten die großen Stars der Nordischen Kombination beim FIS-Sommer Grand-Prix anfeuern und bestenfalls wie am Vorabend einen deutschen Athleten ganz oben auf dem Podest stehen sehen. Was sie erlebten an diesem kühlen und teils nassen Sommerabend, war ein Start-Ziel-Sieg von Akito Watabe. Der Japaner sicherte sich zum ersten Mal in seiner Karriere das oberste Treppchen auf dem Podium in Oberstdorf. Zweiter wurde Eric Frenzel vor dem Finnen Ilkka Herola.

Watabe war nach einem guten Sprung auf 131,0 Meter mit einem Zeitpolster von 42 Sekunden auf den dreifachen deutschen Olympiasieger Eric Frenzel ins Rennen gegangen. Am Ende war der Vorsprung zwar auf 20,6 Sekunden geschrumpft. Doch weder Frenzel noch Ilkka Herola (FIN), der am Ende 26,0 Sekunden zurücklag, konnten den Japaner auf seinem Siegkurs gefährden.

Einen tollen Job machte der Gewinner vom Freitag, Vinzenz Geiger. Der Lokalmatador, der nach dem Springen noch mit 1:24 Minuten Rückstand vom Platz 7 aus startete, kämpfte sich Runde um Runde nach vorn. Am Ende hatte der Oberstdorfer sich mit einem Abstand von 46,6 Sekunden auf Watabe den vierten Rang eroberte. Fabian Riessle (SZ Breitnau), vom Platz 17 aus gestartet, holte im Laufwettbewerb eine ganze Minute Rückstand auf und lag schließlich auf einem hervorragenden 6. Platz. Der Führende im Sommer Grand-Prix, Mario Seidl, erwischte weder beim Springen noch beim Laufen seinen besten Tag. Der Österreicher ging nach seinem Sprung auf 119,0 Meter mit einem Rückstand von 1: 56 Minuten auf die Laufstrecke. Am Ende trennten ihn noch 1:30,5 Minuten von Watabe trennten. Mit dem 7. Platz konnte er sich das Gelbe Trikot jedoch vor den Kontrahenten Herola und Johannes Rydzek sichern.

Rydzek hatte mit der Aufholjagd nach einem mäßigen Sprung bei schwierigen Rückenwind-Bedingungen auf 114,0 Meter eine schier unlösbare Aufgabe zu erledigen. Platz 20 und ein Rückstand von 2:36 Minuten, da war selbst für den laufstarken Olympiasieger und Vierfach-Weltmeister kein absolutes Top-Ergebnis mehr zu holen, obwohl er mächtig Gas gab. Platz 10 mit einem Rückstand von 1:36,2 Minuten stand am Ende als Resultat für den Oberstdorfer, der so oft als Sieger aus dem Sommer Grand-Prix hervorgegangen war.

Die weiteren deutschen Platzierungen: Terence Weber (SSV Geyer) kam auf Rang 13. Julian Schmid (SC Oberstdorf) sicherte sich Rang 26. Auf Rang 27. kam Manuel Faisst (SV Baiersbronn), David Mach (TSV Buchenberg), lag nach dem Springen noch auf hervorragenden 11. Platz, fiel im Rennen auf Rang 31. zurück. David Welde (SC Sohland wurde 41. und Luis Lehnert (WSV Oberaudorf) 50.

Watabe-Sieg
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am 25.08.2018

Doppelsiege für Tetavainen und Haasch

Jugendpodest

Die beiden Talente aus Finnland und Deutschland dominieren ihre Altersklassen

Auch vom Dauerregen ließen sich die Nachwuchs-Kombinierer beim zweiten Wettkampf des FIS-Jugendcup nicht beeindrucken. 82 Jungen und Mädchen aus 15 Nationen gingen am zweiten Tag des weltweit größten Jugend-Wettbewerbs an den Start. Früh morgens fand der Sprungwettbewerb auf der HS-60-Schanze statt. Nachmittags ging es dann, anders als am Vortag, auf die Sprintstrecke im Crosslauf rund um die Audi-Arena. Ein Highlight für die Youngster war auch am Samstag die gemeinsame Siegerehrung mit den großen Stars und Vorbildern. Schon am Vorabend hatten es sich Vinzenz Geiger, Mario Seidel und Akito Watabe nicht nehmen lassen, den Siegern der Nachwuchsrennen die Trophäen zu überreichen.

Die Jungen in der Klasse 04/05/06 mussten nach dem Springen 1,7 Kilometer über Stock und Stein absolvieren. Strahlen konnte am Ende erneut Arsi Tetavainen aus Finnland, der wieder auf dem Rang 1 landete. Auf Platz 2 kam wieder der Österreicher Severin Reiter vor Eldar Johan Stroem (NOR) Bei den älteren Mädchen der Jahrgänge 2001 bis 2002 ging der Crosslauf über 1,3 Kilometer. Hier holte sich die Zweite vom Vortag, Ema Volavsek (SLO), den Sieg vor Annika Seiff (ITA) und Emilia Görlich (GER). Cindy Haasch (GER) feierte erneut den Sieg bei Mädchen (04/05/06). Am Tag 2 des Jugendcups ging der zweite Platz an Trine Göpfert ( GER) vor Nika Prevc (SLO). Die kleine Schwester der erfolgreichen Prevc-Brüder stand damit nach Platz 2 vom Freitag als Dritte erneut auf dem Podium.

am 24.08.2018

Vinzenz Geiger ist der Sieger von Oberstdorf

Vinzenz Geiger

Der 21-Jährige holt sich erstmals den Sieg beim Sommer Grand-Prix und das in der Heimat

Wieder war es ein Oberstdorfer, der sich in der Heimat den Sieg im Sommer Grand-Prix der Nordischen Kombinierer holte. Doch diesmal hieß der Gewinner nicht, wie schon so oft, Johannes Rydzek. Sondern Vinzenz Geiger riss nach dem 10-Kilometer-Rennen vor 900 Zuschauern im Dauerregen jubelnd die Arme hoch. Zum ersten Mal stand der 21-Jährige in seiner jungen Karriere beim Sommer Grand-Prix ganz oben auf dem Podium. „Der erste Sieg, und das noch dazu vor heimischen Publikum, das ist genial“, freute sich der Athlet vom Skiclub Oberstdorf, „dass es heute funktionieren könnte, habe ich erst so richtig in der letzten Runde gespürt“.

„Wer weiß, wie weit es nach vorn geht“, rätselte dagegen Johannes Rydzek kurz vor dem Rollerski-Start beim dritten Wettbewerb im Sommer Grand-Prix 2018, dem ersten von zwei Rennen in Oberstdorf. Der Träger des Gelben Trikots war als 5. nach dem Springen geführt und lag damit 49 Sekunden hinter dem Führenden Akito Watabe (JPN). Der Oberstdorfer machte sich berechtigte Hoffnungen, noch ganz vorn mitmischen zu können. Seine Kämpferqualitäten hatte er in den vergangenen Jahren ein ums andere Mal bewiesen. Die 1. Runde ging Rydzek dann mit einem Wahnsinnstempo an. Der Abstand zu Watabe war auf 22 Sekunden geschrumpft, hatte aber offenbar zu viel Kraft gekostet. Der Favorit fiel von Runde zu Runde zurück. Während auch Franz-Josef Rehrl (AUT) schon bald abreißen lassen musste, heftete sich Vinzenz Geiger, der von Rang 8 aus gestartet war, an die Fersen des Führungsduo Watabe und Seidl (AUT). In der letzten Runde packte er dann beide und setzte sich mit 2,4 Sekunden Vorsprung vor Seidl. Dritter wurde der Japaner. Nach Illka Herola (FIN) erreichte Rydzek diesmal keinen Podiumsplatz. Der Abstand zum Sieger Geiger betrug am Ende 52 Sekunden.

Auf Angriff gebürstet war auch Fabian Rießle (SZ Breitnau), der sich nach einem verkorksten Sprung mit einem Rückstand von 1:53 Minuten nur auf Rang 18 wiederfand und im Rollerskirennen noch einen hervorragenden 7. Platz herauslief. Ein tolles Rennen zeigte auch Terence Weber (SSV Geyer), der sich auf Platz 13 einsortierte.
Die weiteren deutschen Platzierungen: Manuel Faisst (SV Baiersbronn) wurde 18., Julian Schmid (SC Oberstdorf) 21., Martin Hahn (VSC Klingenthal) 31., David Mach (TSV Buchenberg) 33., David Welde (SC Sohland) 35., und Simon Hüttel (WSV 1922 Weissenstadt) 36. Der dreifache Olympiasieger Eric Frenzel wurde wegen eines zu großen Sprunganzugs disqualifiziert.

Podestplätze
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am 24.08.2018

Große Bühne für junge Kombinierer

Siegerehrung Jugendcup

Knapp hundert Athleten aus zwölf Nationen beim FIS Youth Cup

Sie genießen in diesen Tagen eine richtig große Bühne bei ihrem Auftritt im FIS Youth Cup der Nordischen Kombination. Im Vorfeld der großen Stars wie Eric Frenzel, Johannes Rydzek und Mario Seidl darf die Jugend ran. Fast hundert Nachwuchsathleten im Alter von 13 bis 17 Jahren aus zwölf Nationen lieferten sich am ersten Wettkampftag zunächst auf der HS-60 Schanze und später auf dem Rollerskikurs eine heiße Jagd auf die Podestplätze. Das Motto hieß „volle Attacke“, daran konnte auch der Wolkenbruch nichts ändern, der ausgerechnet dann über Oberstdorf niederging, als die Jungstars auf der 2,5 Kilometer lange Rennstrecke durch den Ort gingen.

Auch unter den Nachwuchssportlern finden sich einige illustre Namen mit Kurs aufs Podium. Tristan, Sohn eines der erfolgreichsten deutschen Langläufer, René Sommerfeldt, die Schonacherin Anna Jäkle, Tochter vom Team-Olympiasieger 1994 in Lillehammer, Hans-Jörg Jäkle oder die Slowenin Nika Prevc, die gleich den großen Brüdern Peter, Cene und Domen nacheifert, sie alle haben offenbar das sportliche Talent in die Wiege gelegt bekommen.

Bei den jüngeren Mädchen (04/05/06) wurde die 13-jährige Nika Prevc mit einem Sieg im Springen und dem 5. Laufzeit allerdings nur Zweite. Besser war Cindy Haasch (TSG Ruhla), die mit dem jeweils zweiten Platz den Wettbewerb für sich entschied. Den Bronzeplatz holte sich Jolina Moczarksi (SK Winterberg), deren Wahnsinnslaufzeit sie von Platz 8 nach dem Springen noch aufs Podium trug.
Die 15-jährige Anna Jäkle (SC Schonach) holte sich den Sieg knapp vor Ema Volavsek (SLO) und Emily Schneider (SC Rückershausen) in der Altersklasse 01/02/03.

Die Jungen durften aufgrund des großen Starterfeldes nur in der Altersklasse 04/05/06 ran. Der Finne Arsi Tietavainen hatte hier die Nase vorn. Mit seinem zweiten Platz im Springen und Rang 3 im Laufwettbewerb legte er sich mit einem hauchdünnen Vorsprung von sieben Sekunden vor den Konkurrenten Severin Reiter aus Österreich. Den größten Sprung nach vorn machte Hermann Happonen, der nach seinem 17. Platz im Springen auf der Rollerskistrecke Vollgas gab. Der Lohn für dieses beherzte Rennen: ein dritter Rang und die Teilnahme am abschließenden Highlight. Denn in jedem Jahr gibt es eine gemeinsame Siegerehrung nach dem Wettkampf mit den großen Idolen, die die Preisübergabe übernehmen.

Siegerehrung Jugendcup
Ergebnisliste NK
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Ergebnisliste NK Lauf
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